Beim kochen in der Grosskueche kommt es vor allem darauf an, dass eine große Anzahl an Speisen auf den Punkt hin zubereitet werden. Schließlich ist eine Grosskueche erst dann eine Grosskueche und wird als solche bezeichnet, wenn täglich mehr als 200 Speisen zubereitet werden und täglich mehr als acht Mann Personal im Einsatz ist. Gerade im Bereich Backen und Kochen muss auf die Verschwendung von Energie geachtet werden, um am Ende nicht eine deutlich höhere Stromrechnung zu erhalten als erwartet.
Gasalarm in der Grosskueche
In vielen Grosskuechen hat sich im Laufe der Zeit Gas als eine alternative zur Beheizung der Kochstellen durchgesetzt. Der Vorteil von Gas liegt dabei auf der Hand. Die Wärme ist sofort verfügbar und es muss nicht auf die Restwärme geachtet werden, welche bei herkömmlichen Kochplatten meist ungenutzt „verdampft“. Da Gas jedoch in unterschiedlichen gebieten unterschiedliche Brenwerte hat, muss darauf geachtet werden, dass in einer Grosskueche in München eventuell mehr (bzw. weniger) Gas verbraucht würde, als in einer Grosskueche in Hamburg. Die Hitzeentwicklung bei Gasöfen ist zwar schon ernorm gut und wesentlich besser als bei herkömmlichen Kochplatten, jedoch hat der eigentliche Heizwert des Gases nicht unbedingt den besten Wirkungsgrad. Hier sind mittlerweile bessere Technologien verfügbar. Zum Beispiel gibt es nicht nur für eine Grosskueche sondern auch für den Privatgebrauch Herde und Öfen mit Glaskeramikoberflächen, Halogen- oder Induktionstechnik.
Licht oder Magnet
Der wesentliche Vorteil von Glaskeramikoberflächen ist sicherlich die einfach zu reinigende, glatte Oberfläche. Jedoch muss bei Glaskeramik auch erst die Hitze, die im inneren der Kochstelle produziert wird, über die Oberfläche an den Topf und dann an das Gargut abgegeben werden. Dies macht diese Technologie nicht viel effektiver als eine herkömmliche Kochplatte. Auch bei Halogenöfen, wo durch Licht eine enorme Hitze entwickelt wird welche dann, auch wie bei Glaskeramik oder Kochplatten erst zum Gargut geleitet werden muss. Die effektivste Methode die derzeit verfügbar ist, sind sogenannte Induktionskochplatten. Hier wird die Hitze quasi erst im Topf entwickelt. Über ein Spulensystem im Herd wird ein Magnetfeld in eine Kupferspule im Topf induziert, wo sich dann die Hitze entwickelt. Das bedeutet, dass vom Herd bis zum Topf kaum Verluste zu verzeichnen sind und somit weniger Gesamtenergie aufgewandt werden muss. Auch spielt die Größe des Topfes kaum mehr eine Rolle, da keine Hitze mehr an den Seiten entweichen kann. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass die Herdoberfläche nahezu kühl bleibt. Lediglich die Wärme die vom Topf wieder an die Oberfläche abgegeben wird ist hier von Belang. Der Herd kühlt also wesentlich schneller aus und bietet somit auch nicht die Gefahr von Unfällen durch Verbrennungen. Ein entscheidender Vorteil nicht nur in der Grosskueche sondern gerade auch im eigenen zu Hause. Da die Oberfläche auch meist aus Glaskeramik besteht, ist diese ebenso leicht z reinigen.