Herstellung und Verwendung

Die Stahlverarbeitung und Stahlherstellung kann bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits aus dem 1. Jahrtausend vor Christus gibt es Belege, die das Herstellen eines einfachen Stahls bezeugen. Mit dem Aufkommen der Holzkohle-Hochöfen im Europa des 12. Jahrhunderts konnte schließlich das Schmelzen von Eisenerz ermöglicht werden. Durch die industrielle Revolution im 18. Jahrhundert wuchsen sowohl die Produktion als auch der Absatz von Stahl. Eines der wohl bekanntesten Monumente, welches die wachsende Bedeutung, den technischen Fortschritt und auch das wachsende Prestige des Stahls unterstreicht, ist der Eiffelturm in Paris, der zur Pariser Weltausstellung im Jahre 1889 errichtet wurde. Heute ist die Nachfrage nach Stahl, und dem für die Herstellung wichtigsten Rohstoff Eisen, sogar so groß, dass der Bedarf der Industrie nicht gedeckt werden kann. Von Industrie über Privathaushalt bis in die Großküche, die Verwendungsmöglichkeiten von Stahl sind enorm.

Die Vorteile von Stahl

Allgemein versteht man unter dem Begriff Stahl eine Legierung, die hauptsächlich aus Eisen besteht und einen Kohlenstoffgehalt von unter 2,06 % hat. Die Bandbreite der verschiedenen Stähle ist groß, so sind werden heutzutage circa 2.500 verschiedene Sorten Stahl produziert.
Durch Legierungen, Wärmebehandlungen oder auch Kaltverformen, kann Stahl bestimmte erwünschte Eigenschaften, wie zum Beispiel Formbarkeit, Härte oder Korrosionsverhalten, annehmen. Je nach Einsatzbereich stehen unterschiedlich Eigenschaften des Materials im Vordergrund. Für die Herstellung von Konservendosen zum Beispiel wird ein weicher, formbarer Stahl benötigt. Wird jedoch Stahl für die Messerherstellung gebraucht, ist wiederum ein sehr harter Stahl das ideale Material.
Auch unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet ist Stahl ein optimaler Werkstoff. Sein größter Vorteil diesbezüglich ist, dass man ihn quasi unbegrenzt und ohne Qualitätsverlust wieder verwerten kann. Neue Produktionsverfahren und ständige Verbesserungen tragen zudem fortwährend zu einer Reduktion der CO2-Emissionen bei.

Stahl in der Großküche

Wegen seiner vielen positiven Eigenschaften ist Stahl auch in Großküchen ein unverzichtbares Material. Vor allem die rostfreie Variante von Stahl bietet in der Großküche und Gastronomie eindeutige Vorteile für Möbel, Oberflächen und Zubehör. Ergänzend kommt hinzu, dass Edelstahl sich wegen seiner hohen Porendichte leicht reinigen lässt, somit extrem hygienisch ist, und weder Gerüche noch Farbstoffe annimmt. Auch optisch spricht einiges für die Wahl von Edelstahl in der Küche, da das Material kratzfest und sogar resistent gegen verschiedene Arten von Säuren ist. Unschöne Kratzer, Verfärbungen oder Trübungen können so vermieden werden und dadurch haben die Küchengeräte eine deutlich längere Lebensdauer. Wie jeder Koch bestätigen kann, ist auch die Wärmeverteilung ein wichtiges Argument für den Einsatz von Edelstahl, da man mit Stahltöpfen die Hitze sehr genau dosieren kann.

Auch in Privathaushalten ist Edelstahl auf dem Vormarsch. Sei es bei Messern und Topfen aus Edelstahl, oder neuerdings einem optisch ansprechenden Kühlschrank mit Edelstahl-Verkleidung, den Einsatzbereichen sind kaum Grenzen gesetzt.